Äußerungen zum Stadtbild

AfD-Mann Siegemund fühlt sich in Köln „nicht sicher“

17.08.2026 – 06:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Ulrich Siegmund (Archivbild): Der 35-Jährige ist AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. (Quelle: IMAGO/imago)

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund spricht über seine Eindrücke von Köln. Dabei thematisiert er Sicherheit, „Fremdsprachige“ und religiöse Symbolik.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegemund hat sich im Podcast „Ungeskriptet“ von Benjamin Berndt zu seinen Eindrücken von Köln geäußert – und dabei explizit Bezug auf „Fremdsprachige“ und religiöse „Symboliken“ genommen. Siegemund tritt für die AfD bei der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt an, bei der die Partei laut Umfragen auf eine absolute Mehrheit hoffen kann. Der Landesverband wird durch den Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft.

Im Gespräch schilderte Siegemund seine Eindrücke von einem Besuch in Köln: „Ich habe hier heute in Köln die Nacht verbracht und bin jetzt hierher gefahren und habe mir ein Bild vom Stadtbild gemacht.“ Er habe sich dabei „nicht unbedingt sicher gefühlt in vielen Stadtteilen“, so der Politiker weiter. Im Anschluss schilderte er einen Stadtrundgang mit Kollegen: „Ich habe mir gestern mit den Kollegen die Stadt nochmal angeguckt. Wie sieht das hier so aus? Viele Fremdsprachige, überall Symboliken und sowas alles.“

Siegmund sieht seine Beobachtungen nicht auf Köln beschränkt

Diese Beobachtung sei nicht auf Köln beschränkt, sagte Siegemund: „Jede westdeutsche Großstadt sieht aktuell so aus. Und das ist sehr bedauerlich.“ Er betonte zugleich, dass Menschen, die „einen Beitrag leisten“ wollten, unter „gewissen Rechtsumständen“ willkommen seien. Er erwarte jedoch, „dass man dann auch so mitmacht, wie es unsere Kultur vorgibt. Dass man die Rechte der Frau achtet zum Beispiel. Dass man unsere Sprache kann.“ Zudem müsse das deutsche Rechtssystem akzeptiert werden und „nicht irgendein anderes religiöses System über unser Rechtssystem“ gestellt werden.

Der AfD-Politiker forderte eine stärkere Unterscheidung zwischen Zuwanderern, die sich an Recht und Gesetz hielten, und solchen, die nach seiner Auffassung das System ausnutzten: „Da mache ich auch unserer Politik ja den Vorwurf, dass wir eben das zulassen, dass alles in einen Haufen geworfen wird. Und dass wir solchen Menschen das Leben leicht machen, die hier eine Parallelgesellschaft gründen.“ Dies sei „nicht in Ordnung“, so Siegemund.

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