AfD-Politiker Krah ließ Jan Böhmermann zu lange auf Geld warten

Die Mandatsträgerabgabe ist eine Weiterleitung von Teilen der Diät oder Bezügen von Kommunalpolitikern an die Partei über den Mitgliedsbeitrag hinaus. Sie stellt bei allen Parteien einen wichtigen Einnahmeposten dar. Bei den einzelnen Parteien machten sie den jüngsten veröffentlichten Rechenschaftsberichten der Parteien zufolge im Jahr 2023 die folgenden Summen aus:
AfD: 2,6 Mio. Euro (6,7 Prozent der Gesamteinnahmen)
CDU: 23,6 Mio. Euro (13,4 Prozent)
CSU: 4,0 Mio. (9,4 Prozent)
SPD: 27,1 Mio. Euro (15,8 Prozent)
Grüne: 20,4 Mio. Euro (23,0 Prozent)
Linke: 4,8 Mio. Euro (13,1 Prozent)
FDP: 3,8 Mio. Euro (7,6 Prozent)
In der AfD verzeichnete der Landesverband Sachsen, dem auch Krah angehört, mit rund 330.000 Euro die höchsten Einnahmen aus Mandatsträgerabgaben, weil dort zum einen entsprechend viele Politiker in bezahlte Funktionen gewählt wurden. Zudem sieht die Abgabenordnung des Landesverbands vor, dass zehn Prozent der Vergütungen, Amts- und Funktionszulagen abzugeben sind. Die Satzung der Bundespartei schreibt nur acht Prozent vor. Sie sieht anders als die sächsische Satzung auch bei der Bemessung einen Nachlass um einen Prozentpunkt je Kind vor, für das Unterhalt gezahlt wird. Krah mit acht Kindern, davon sieben im unterhaltspflichtigen Alter, ist Hauptbetroffener der Regelung.

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