
Der 46-Jährige stammt aus dem Harz, ist verheiratet und hat drei Kinder. Vor seiner Zeit in der Politik war er erst Projekt-, später Vertriebsleiter bei mittelständischen Unternehmen. Schulze mag Rockmusik und entspannt sich am liebsten beim Radfahren und beim Fußballschauen. Er ist Fan von Borussia Dortmund.
Die Menschen in Sachsen-Anhalt hätten seit dem Fall der Mauer 1989 viel geschafft, vieles aufgebaut, sagt Schulze. „Dieser Aufbau geht weiter mit einer stabilen und starken Landesregierung. Und auch mit einem Ministerpräsidenten, der fleißig ist, der dranbleibt, und der auch dann, wenn der Wind direkt ins Gesicht bläst, den Mut nicht verliert und für seine Heimat kämpft. Das ist mein ganz persönliches Versprechen für die Bürger in diesem Land.“ Das Land weiterentwickeln, den Menschen ein gutes Leben möglich machen, mehr Wirtschaftskraft und mehr gut bezahlte Arbeitsplätze – das sei Chefsache in der gesamten Staatskanzlei.
Schulze betont: Der Staat müsse den Menschen dienen. Gleichzeitig fordert er Respekt für die Institutionen, für Polizeibeamte, Notärzte und Schaffnerinnen im Zug, die sich immer wieder Angriffen ausgesetzt sähen.
Sachsen-Anhalt ist von den fünf Landtagswahlen in diesem Jahr diejenige, bei der die CDU am meisten zu verlieren hat – weil nicht nur der Verlust eines Ministerpräsidentenamtes möglich ist, sondern die AfD erstmals in einem Bundesland an die Macht kommen könnte. In der jüngsten Wahlumfrage kam die AfD auf 39 Prozent, die CDU auf 26.
In der Staatskanzlei werden nach der Ernennung der Minister Fotos von Schulzes Kabinett gemacht. Auf dem ersten Motiv ist auch Haseloff drauf. „Macht jetzt euer Ding“, sagt er und steigt lächelnd die Stufen hinab.