Thüringen

Misstrauensvotum – AfD lässt über Mario Voigt abstimmen

28.08.2026 – 04:15 UhrLesedauer: 1 Min.

Thüringens Landeschef Mario Voigt (CDU) sieht sich einem erneuten Misstrauensvotum gegenüber. (Quelle: Jacob Schröter/dpa)

Der Thüringer Landtag stimmt über ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ab. Die AfD brachte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr einen solchen Antrag gegen Voigt ein.

Der Thüringer Landtag stimmt am Freitag (9 Uhr) über ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ab. Die AfD brachte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr einen solchen Antrag gegen Voigt ein. AfD-Fraktionschef Björn Höcke begründete dies unter anderem mit dem Entzug von Voigts Doktortitel durch die Technische Universität Chemnitz und einem dadurch entstandenen Vertrauensverlust.

Ein konstruktives Misstrauensvotum bedeutet, dass der Landtag dem amtierenden Ministerpräsidenten sein Misstrauen ausspricht, indem er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen anderen Kandidaten in das Amt wählt – in diesem Fall AfD-Rechtsaußen Höcke. Dafür sind mindestens 45 Stimmen nötig. Die AfD liegt mit 32 Abgeordneten deutlich darunter.

Zeitpunkt wohl kaum Zufall

Bereits im Februar scheiterte ein von der AfD beantragtes Misstrauensvotum gegen Voigt. Die AfD dringt seit längerer Zeit auf seinen Sturz und umwarb dafür zuletzt erfolglos das BSW, dessen Bundesspitze ebenfalls einen Abgang Voigts zugunsten eines „überparteilichen Ministerpräsidenten“ fordert.

Der Zeitpunkt der AfD-Initiative dürfte nicht zufällig gewählt worden. Am 6. September finden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Das Misstrauensvotum in Thüringen beschert der in Teilen rechtsextremen Partei kurz vorher noch einmal viel Aufmerksamkeit.

Share.
Die mobile Version verlassen