
Der ADAC fordert deshalb mehr Transparenz von den Herstellern. Sie sollten klar und frühzeitig kommunizieren, wie lange digitale Funktionen kostenfrei nutzbar sind und welche Folgekosten entstehen. Da Autos in der Regel viele Jahre genutzt werden, brauche es eine verlässliche langfristige Kostenperspektive. Zudem sollten Abonnements beim Besitzerwechsel übertragbar sein, um Wertverluste zu vermeiden. Funktionen, die der Sicherheit und der grundlegenden Fahrzeugnutzung dienen, müssten aus Sicht des Klubs über den gesamten Lebenszyklus hinweg kostenfrei bleiben.
Wer die Hersteller-Abos nicht nutzen möchte, kann auf Alternativen ausweichen. Bei nahezu allen aktuellen Fahrzeugen lassen sich Smartphones über Android Auto oder Apple CarPlay einbinden. Navigations- und Ladeplanungs-Apps von Drittanbietern können so direkt über den Fahrzeugbildschirm genutzt werden. Für E-Auto-Fahrer bieten Anwendungen wie ABRP oder Pump eine detaillierte Routen- und Ladeplanung auf Basis aktueller Fahrzeugdaten. Allerdings sind auch diese Lösungen meist nur gegen ein eigenes Abonnement vollständig nutzbar. Kostenlose Apps bleiben funktional eingeschränkt.