
Bei Autobahn-Strompreisen von rund 70 Cent je kWh kostet die Fahrt mit dem BYD über 24 Euro pro 100 Kilometer. Das ist mehr als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Der eigentliche Kostenvorteil verpufft.
Der Test zeigt unter den aktuellen Elektroautos eine Zweiklassengesellschaft. Wer moderne Technik mit 800 Volt nutzt, wie sie bei Audi oder Smart zum Einsatz kommt, spart Zeit. Dadurch kann das Auto deutlich mehr Energie in kürzerer Zeit aufnehmen, ohne dass die Batterie überhitzt. Wer jedoch auf Modelle wie den BYD oder Volvo setzt, muss im Winter deutlich länger an der Säule stehen. Und zahlt unter Umständen deutlich mehr für den Strom.
Für maximale Objektivität schickte der Verkehrsclub alle 14 Autos ins Testlabor. Die Basis: eine echte Fahrt auf der Autobahn A9 (München – Berlin). Ingenieure zeichneten Steigungen, Gefälle und das Verkehrsgeschehen auf und übertrugen diese Daten auf den Prüfstand. Das Ergebnis ist ein exakter digitaler Zwilling der Originalstrecke. So mussten alle Fahrzeuge bei konstant 0 Grad die identischen Bedingungen meistern – ohne verfälschende Staus oder Wetterkapriolen.