Bis zu 18 Cent Tagesunterschied

Tanken: ADAC meldet neue Rekordmarke


Aktualisiert am 16.06.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Teurer Mittagssprung: Wer zur falschen Uhrzeit tankt, zahlt bis zu 18 Cent mehr pro Liter. (Quelle: gremlin/getty-images-bilder)

Bis zu 18 Cent Unterschied liegen zwischen dem teuersten und dem günstigsten Zeitpunkt des Tages. Der ADAC sieht den Grund in einer Preisregel, die eigentlich Autofahrer schützen soll.

Wer günstig tanken möchte, muss auf die Uhr schauen. Das gilt mehr denn je. Die Preisdifferenz innerhalb eines Tages war im Mai so groß wie noch nie: Bei Super E10 lag der Unterschied bei 14,6 Cent je Liter, bei Diesel sogar bei 18,4 Cent.

Wer zum günstigsten statt zum teuersten Zeitpunkt tankt, spart bei einer 50-Liter-Füllung Super E10 im Schnitt 7,30 Euro, bei Diesel sogar 9,20 Euro. Das zeigt eine ADAC-Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen. Der bisherige Rekord aus dem Mai des vergangenen Jahres lag für E10 bei 12,5 Cent, beim Diesel stammte der Höchstwert vom Mai 2022 mit 16,7 Cent.

Warum die Preise mittags steigen

Laut dem ADAC ist dafür die seit April geltende Preisregel verantwortlich, das sogenannte Österreich-Modell. Seitdem dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen: pünktlich um 12 Uhr. Danach sind nur noch gleichbleibende oder niedrigere Preise erlaubt.

Die Mineralölkonzerne reagieren auf diese eingeschränkte Flexibilität laut ADAC mit deutlichen Risikoaufschlägen zur Mittagszeit. Die Preissprünge um 12 Uhr seien nicht allein durch Ölpreissteigerungen erklärbar. Nach dem Mittagssprung sinken die Preise kontinuierlich. Bereits gegen 17:30 Uhr liegen sie unter dem Tagesdurchschnitt.

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ADAC fordert niedrigere Spritpreise

Dabei gibt es Grund zur Entlastung an den Zapfsäulen: Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran lässt die Rohölpreise am Weltmarkt derzeit fallen. Doch die Tankstellen reagieren laut ADAC nur zögerlich auf die Entspannung im Nahen Osten. Der Club kritisiert am heutigen Montag, dass die Mineralölkonzerne die gesunkenen Ölpreise nicht in angemessenem Umfang weitergeben, und fordert eine rasche Senkung für die Verbraucher.

Am Sonntag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,877 Euro. Bei Diesel zeigt sich zuletzt ein leichter Abwärtstrend: Mit 1,829 Euro war der Kraftstoff am Sonntag 2,3 Cent billiger als noch Mitte der Woche.

Das Bundeskartellamt beobachtet die Preisentwicklung genau. Behördenchef Andreas Mundt betonte, dass man bei Hinweisen auf kartellrechtswidriges Verhalten konsequent vorgehen werde. Geopolitisch getriebene Preissteigerungen ließen sich jedoch nicht kurzfristig stoppen, so Mundt.

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