Abo-Falle Streaming – Kosten im Check

Vermögensaufbau statt Streaming

Diese Summe entgeht Ihnen durch Netflix und Co.


22.01.2026 – 08:03 UhrLesedauer: 4 Min.

Streaming-Apps auf Smartphone: Viele Abos laufen einfach weiter, weil sie bequem sind und kaum auffallen. Ein Kostencheck könnte verborgene Sparmöglichkeiten aufzeigen. (Quelle: Silas Stein/dpa/dpa-bilder)

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Netflix hier, Spotify da, Sport obendrauf – plötzlich sind wieder ein paar Euro für Unterhaltung weg. Und es stellt sich eine unbequeme Frage: Was hätte aus dem Betrag sonst werden können?

Eines vorweg: Niemand muss Netflix, Spotify oder Sky kündigen, um finanziell vernünftig zu handeln. Unterhaltung gehört zum Alltag, Streamingdienste haben Radio und lineares Fernsehen in vielen Haushalten längst ersetzt.

Zwei Fragen sollten dennoch erlaubt sein. Erstens: Wie viele Streaming-Abos nutzen Sie tatsächlich regelmäßig? Zweitens ist nicht nur entscheidend, was Streaming über Jahre kostet, sondern auch, was Ihnen diese monatlichen Beträge finanziell bringen könnten, wenn Sie sie stattdessen in den Vermögensaufbau stecken würden.

Filme, Serien, Musik, Sport, Hörbücher – kaum ein Haushalt kommt heute ohne Streamingdienste aus. Was als günstige Alternative zum klassischen Pay-TV begann, ist für viele Verbraucher zu einem festen monatlichen Kostenblock geworden.

Die Preise sind dabei überschaubar – zumindest auf den ersten Blick. Netflix kostet je nach Tarif zwischen 4,99 und 19,99 Euro im Monat, Spotify verlangt zwischen 6,99 und 21,99 Euro, Amazon Prime ab 8,99 Euro, Disney+ ab 6,99 Euro. Sportstreaming bei Sky schlägt nach den ersten beiden „günstigen“ Jahren sogar mit über 57 Euro monatlich zu Buche.

Ein einzelnes Abo wirkt harmlos. In der Summe sind es viele kleine Abbuchungen, die kaum auffallen – vor allem, weil sie automatisch vom Konto abgehen.

Anbieter Abo-Modell Monatspreis
Netflix Standard/Premium (werbefrei) 13,99 €/19,99 €
Disney+ Standard/Premium (werbefrei) 9,99 €/15,99 €
Amazon Prime Video Mit Werbung (für Prime-Kunden) 8,99 €
HBO Max Standard/Premium (werbefrei) 11,99 €/16,99 €
Paramount+ Standard/Premium (werbefrei) 9,99 €/12,99 €
Apple TV+ Standard 9,99 €
Sky Entertainment Plus 9,99 €
Sky Sport ab 34,99 €
WOW Filme & Serien ab 5,98 €
Joyn Basis/Premium 0,00 €/6,99 €
ARD/ZDF Rundfunkbeitrag 18,36 €
Spotify Duo/Family 17,99 €/21,99 €
Apple Music Individual/Family 10,99 €/16,99 €
Amazon Music Unlimited Individual/Family 10,99 €/16,99 €
Deezer Duo/Family 15,99 €/19,99 €
Audible Standard 9,95 €
BookBeat Standard/Premium 14,99 €/19,99 €
Thalia Hören Hör-Flat/Kombi-Flat 17,95 €/19,99 €
Xbox Game Pass Premium 12,99 €
PlayStation Plus Essential/Extra 8,99 €/ab 13,49 €
Nintendo Switch Online Individual/Family 19,99 €/34,99 €

Die größten Preissteigerungen 2025/2026 gab es beim Xbox Game Pass Ultimate (+50 Prozent), Spotify Family (+22,2 Prozent) und Paramount+ Standard (+25 Prozent). Netflix und Disney+ erhöhten ihre Preise ebenfalls deutlich, teilweise um über 10 Prozent. Der Rundfunkbeitrag bleibt vorerst bei 18,36 Euro stabil.

Angesichts der vielen Preiserhöhungen der vergangenen Jahre spricht jedoch vieles dafür, dass Streaming auch künftig eher teurer als günstiger wird.

Anders als punktuelle Anschaffungen fallen stetig anfallende Kosten für Streaming kaum auf. Die Abbuchungen sind klein, regelmäßig und emotional legitimiert: Serienabend, Musik auf dem Weg zur Arbeit, Kinderfilme am Wochenende.

Hinzu kommt: Abos werden selten aktiv überprüft. Dienste, die monatelang kaum genutzt werden, laufen weiter – oft aus Bequemlichkeit oder weil man „sie ja vielleicht bald wieder braucht“. Gerade diese Passivität macht Streaming-Abos zu einem unterschätzten Kostenfaktor.

Während der Rundfunkbeitrag fix ist und sich nicht vermeiden lässt, sind Streaming-Abos frei wählbar – und genau hier steckt oft das größte Spar- oder Investitionspotenzial.

Angenommen, Sie nutzen fünf gängige Streamingdienste:

  • Amazon Prime Video: 9 Euro
  • Netflix Premium: 20 Euro
  • Disney+ Standard: 10 Euro
  • Sky Sport: 35 Euro
  • Spotify Duo: 18 Euro
Aktie.
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