Zahlen richtig deuten

Ab wann die Cholesterinwerte zu hoch sind


Aktualisiert am 29.09.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 4 Min.

Arztgespräch: Die Cholesterinwerte werden mittels Blutanalyse gemessen.

Arztgespräch: Die Cholesterinwerte werden mittels Blutanalyse gemessen. (Quelle: nortonrsx/getty-images-bilder)

Cholesterin ist wichtig für den Körper. Doch zu viel davon kann Blutgefäße und Organe schädigen. Welche Werte als optimal gelten.

Etwa zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland haben erhöhte Cholesterinwerte – und das zum Teil, ohne es zu wissen. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Denn ein zu hoher Cholesterinspiegel kann die Blutgefäße schädigen und das Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Welche Werte als normal und welche als zu hoch gelten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Cholesterin und warum ist es schädlich?

Cholesterin ist ein sogenanntes Lipoprotein (Fettprotein) und für den Körper lebensnotwendig. So ist der Stoff unter anderem wichtig für den Aufbau der Zellmembranen, den äußeren Hüllen unserer Körperzellen. Auch für die Bildung bestimmter Hormone, der Gallensäure und von Vitaminen wie Vitamin D, ist Cholesterin unerlässlich.

Wir nehmen Cholesterin über die Nahrung auf, der Körper produziert es aber zu einem Großteil selbst. Dabei spielen die Gene eine wichtige Rolle. Bei manchen Menschen ist der Fettstoffwechsel genetisch bedingt gestört (Hypercholesterinämie) und der Wert daher erhöht, oder sie nehmen zu viel Cholesterin über die Nahrung auf, etwa durch viel tierisches Fett.

In beiden Fällen kann das Cholesterin den Körper belasten. Denn zirkuliert eine hohe Konzentration der Fette im Blut, kann es sich in den Blutgefäßen ablagern, sie verengen und versteifen. Diese Gefäßverkalkung, auch Arteriosklerose genannt, erhöht unter anderem das Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine (sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder des Darms.

HDL und LDL: „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin

Ob der Cholesterinspiegel zu hoch ist, kann der Arzt mittels Blutanalyse feststellen. Dabei wird neben dem Gesamtcholesterinwert vor allem zwischen zwei Formen von Cholesterin unterschieden, die im Körper unterschiedlich wirken: Low-Density-Lipoproteine (LDL) und High-Density-Lipoproteine (HDL), also Lipoprotein mit „geringer Dichte“ und „hoher Dichte“.

Dabei gilt das LDL-Cholesterin als schlecht, denn es bringt Fett von der Leber in viele verschiedene Organe und kann Ablagerungen in den Blutgefäßen der Organe verursachen. Das HDL-Cholesterin hingegen transportiert Fett aus den Zellen und Organen zurück zur Leber, wo es weiterverwertet wird, und gilt daher als „gutes“ Cholesterin.

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Welche Cholesterinwerte sind normal?

Der Gesamtcholesterinwert kann einen ersten Anhaltspunkt dafür liefern, ob eine Störung des Fettstoffwechsels vorliegt. Ein normaler Wert von gesunden Menschen liegt bei 200 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl). Liegt er darüber, gilt er allgemein als zu hoch. Dann sollte Ihr Arzt eine genauere Untersuchung durchführen und den LDL- und HDL-Cholesterinwert genau bestimmen.

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