Hunderte Millionen

Aachener Unternehmen meldet Rekordgewinn

27.03.2026 – 16:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Verwaltungsgebäude von Grünenthal in Aachen-Eilendorf (Archivbild): Rekordgewinn für das Unternehmen. (Quelle: IMAGO/Hans-Jürgen Serwe)

Grünenthal meldet für 2025 stabile Umsätze und ein Rekord-EBITDA von 500 Millionen Euro. Strategische Zukäufe stärken das US-Geschäft.

Das Pharmaunternehmen Grünenthal hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnsprung abgeschlossen. Während der Umsatz stabil bei 1,8 Milliarden Euro blieb, stieg das bereinigte EBITDA – der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – um mehr als 20 Prozent auf 500 Millionen Euro. Ein Rekordwert für das in Aachen ansässige Unternehmen.

Hinter dem Ergebnis steht eine Kombination aus organischem Wachstum und gezielten Übernahmen. Produkte wie Qutenza und Movantik entwickelten sich zu wichtigen Umsatztreibern. Movantik profitierte besonders von der Integration der 2024 übernommenen Valinor Pharma, wodurch Grünenthal seine Präsenz auf dem US-Markt ausbauen konnte.

Zudem tätigte das Unternehmen zwei strategische Zukäufe: Im Juli übernahm Grünenthal PecFent aus dem Gemeinschaftsunternehmen Grünenthal Meds, im August folgte Cialis von Eli Lilly. Diese Akquisitionen kompensierten den erwarteten Umsatzrückgang durch den Patentablauf der Präparate Palexia und Nebido.

Der operative Cashflow stieg um 46 Prozent auf 309 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag zum Jahresende beim 2,24-fachen des bereinigten EBITDA, was dem Unternehmen Spielraum für weitere Investitionen und Übernahmen verschafft. Ergänzend platzierte Grünenthal im November 2025 eine Anleiheaufstockung über 175 Millionen Euro zur Stärkung der Liquidität für Forschung, Entwicklung und Akquisitionen.

Auch die Forschungspipeline entwickelt sich weiter. Die Programme rund um Tegacorat (GRM) und den NOP-Rezeptoragonisten treten in die nächste Phase der klinischen Entwicklung ein. Grünenthal setzt dabei auf Ansätze jenseits klassischer Schmerztherapie, um neue therapeutische Bereiche zu erschließen.

Die EU-Zulassung des Produktionsstandorts in Quito (Ecuador) für die Herstellung von Vimuno sowie mehrfach ausgezeichnete ESG-Bewertungen, darunter die zweite EcoVadis-Goldmedaille im Oktober 2025 und ein verbessertes MSCI-Rating, unterstreichen die solide operative Basis des Unternehmens.

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