Teilweise oder ganz
Rewe will offenbar Penny-Filialen in Italien verkaufen
24.05.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Rewe betreibt fast 500 Penny-Filialen in Italien. Nun könnte sich der deutsche Konzern offenbar vom italienischen Markt zurückziehen oder seine Präsenz dort reduzieren.
Die Supermarktkette Rewe erwägt offenbar den Verkauf einiger oder aller Penny-Filialen in Italien. Das berichtet die große italienische Zeitung „Corrierre della Sera“ unter Berufung auf eigene, nicht näher genannte Quellen. Penny Market betreibt derzeit demnach fast 500 Filialen in Italien und erwirtschaftet einen Umsatz von schätzungsweise knapp zwei Milliarden Euro.
Als möglichen Grund sieht „Corrierre della Sera“ ein zunehmend schwieriges Umfeld, an das sich einige multinationale Konzerne nur schwer anpassen können, sodass deren Kapitalrendite sinkt. Hintergründe sind demnach der Bevölkerungsrückgang und ein sich verlangsamender Konsum in der italienischen Bevölkerung.
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Branchenkennern zufolge wären mit Lidl und Aldi zwei weitere deutsche Discounter ideale Übernahmekandidaten, schreibt „Corrierre della Sera“. Aldi und Lidl sind in Italien mit anderen Geschäftsmodellen aktiv. Sie seien stärker auf den italienischen Markt ausgerichtet. Für italienische Einzelhandelsketten wie Esselunga oder Conad seien die Penny-Filialen mit rund 1.00-1.500 Quadratmetern zu klein.
Penny wurde in Italien 1994 durch ein Joint Venture zwischen dem deutschen Rewe-Konzern und Esselunga gegründet. Erst Anfang Februar gab es bei Penny in Italien einen Wechsel an der Führungsspitze. Zum 1. Februar übernahm Arnd Riehl die Landesgeschäftsführung der Discounterkette.











