Karneval der Kulturen wird 30
770.000 beim Jubiläumsumzug – Veranstaltung mit Premiere
24.05.2026 – 20:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Karneval der Kulturen zieht nach Veranstalterangaben 770.000 Menschen an, die Polizei meldet keine Zwischenfälle. Weil die Förderung nicht mehr reicht, kam es zu einer Premiere.
Nach Veranstalterangaben kamen rund 770.000 Menschen zum Umzug des Karnevals der Kulturen – bei störungsfreiem Verlauf und sommerlichen Temperaturen. 67 Gruppen mit rund 4.000 Mitwirkenden zogen durch Friedrichshain und zeigten Tanz, Musik und Kostüme aus aller Welt. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle.
Gleichzeitig stehen die Organisatoren unter Finanzdruck: Die Förderung des Berliner Senats reiche nicht mehr aus, um gestiegene Auflagen zu erfüllen, teilten sie mit. Die Mehrkosten betreffen Sicherheitsteams, zusätzliche Sanitäranlagen und die Reinigung entlang der Strecke. Deshalb starteten die Veranstalter in diesem Jahr erstmals einen öffentlichen Spendenaufruf. Von den angestrebten 85.000 Euro waren zunächst rund 20.000 Euro zusammengekommen.
Fest setzt sich für friedliches Miteinander ein
Wegen einer Baustelle in Kreuzberg führte der Umzug wie im Vorjahr über die Frankfurter Allee und die Karl-Marx-Allee. Der viertägige Karneval hatte mit einem Straßenfest in Kreuzberg begonnen.

Der Karneval der Kulturen geht auf das Jahr 1996 zurück. Er wurde als Reaktion auf Rassismus und Übergriffe gegründet und sollte ein Zeichen für Diversität und friedliches Miteinander setzen. Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann (Grüne), sagte dem rbb: „Wir zeigen einfach: Vielfalt ist unsere Stärke und man braucht davor keine Angst haben.“
Eine abschließende Schätzung der Besucherzahlen wollten die Veranstalter nach eigenen Angaben später veröffentlichen.











