–55 Grad und Schnee bis zur 7. Etage

„Extrem gefährliches Frostniveau“

Kälte-Glocke über Russland – Schnee bis zur 7. Etage


Aktualisiert am 17.01.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 3 Min.

Schnee türmt sich vor einem Wohngebäude in Petropawlowsk-Kamtschatski: Bei extremer Kälte fielen in Russland außergewöhnlich hohe Schneemengen. (Quelle: Alexandr Piragis/imago-images-bilder)

Eine massive Kältewelle mit Temperaturen bis zu minus 55 Grad hat weite Teile Russlands fest im Griff. In einigen Regionen türmt sich der Schnee bis zu einer Höhe von sieben Stockwerken.

Ein massives Hochdruckgebiet hat sich über weite Teile Russlands gelegt. Laut dem russischen Hydrometeorologischen Zentrum bringt dieses Wetterphänomen außergewöhnlich kaltes und trockenes Wetter mit sich – vielerorts liegen die Temperaturen 7 bis 20 Grad unter den langjährigen Durchschnittswerten. Besonders betroffen sind der europäische Teil Russlands, der Ural und Sibirien. Dort seien die Abweichungen von der Klimanorm „rekordverdächtig“, wie der wissenschaftliche Leiter des Zentrums, Roman Wilfand, der russischen Nachrichtenagentur Tass erklärte.

Am härtesten trifft die Kälte den Süden Sibiriens. In Regionen wie Tomsk, Kemerowo, Nowosibirsk und Irkutsk fallen die Temperaturen auf Werte bis minus 53 Grad. Das russische Wetterzentrum sprach von einem „extrem gefährlichen Frostniveau“, insbesondere in den zentralen Teilen der Region Krasnojarsk und im Norden Jakutiens, wo bereits minus 55 Grad gemessen wurden.

Auch im europäischen Teil Russlands sinken die Temperaturen deutlich unter die Norm. In der Hauptstadtregion kündigten Meteorologen für die Nächte vom 17. und 18. Januar Werte bis zu minus 22 Grad an. Örtlich könnten die Temperaturen sogar auf minus 26 Grad sinken, heißt es beim russischen Wetterdienst.

In Moskau sei die Nacht zum 16. Januar bereits die kälteste seit zwei Wochen gewesen, schrieb der Meteorologe Michail Leus auf seinem Telegram-Kanal. Der Höhepunkt der Kälte wird demnach am Wochenende erwartet. In Städten wie Samara, Kasan und Pensa sinkt die Temperatur dann auf minus 25 Grad. Das Katastrophenschutzministerium der Region Samara warnt angesichts der Witterung vor Ausfällen in der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft.

Im Ural spitzt sich die Lage ebenfalls zu. In der Region Kurgan fallen die Temperaturen laut Katastrophenschutzministerium auf bis zu minus 40 Grad. Mobile Lager und Rettungsgruppen mit 100 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen wurden bereitgestellt, um die Bevölkerung bei Bedarf zu versorgen.

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