44-Jähriger stirbt – „gezielte Tötung“

„Das war eine gezielte Tötung“

Mann sitzt am Steuer – plötzlich wird er erschossen

31.01.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Autos der Berliner Polizei am Einsatzort: Am frühen Morgen starb ein Mann in Berlin durch mehrere Schüsse. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Ein 44-Jähriger sitzt am frühen Morgen in seinem geparkten Transporter. Plötzlich hält ein Fahrzeug neben ihm. Wenige Sekunden später kämpft der Mann um sein Leben.

In Berlin-Weißensee ist am Samstag um kurz nach 6 Uhr ein 44-jähriger Mann durch mehrere gezielte Schüsse in seinem Transporter getötet worden. Der Täter feuerte aus einem neben dem geparkten Fahrzeug haltenden Wagen auf die Fahrertür. Trotz Reanimationsversuchen starb das Opfer noch am Tatort. Das teilte die Berliner Polizei mit.

An der Fahrerseite des in der Gustav-Adolf-Straße abgestellten Transporters waren mehrere Einschusslöcher sichtbar. Nach dem Angriff flüchteten der oder die Täter mit dem mutmaßlichen Tatfahrzeug, noch bevor die Polizei den Tatort erreichen konnte.

Die Mordkommission hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Am frühen Nachmittag waren Beamte des Kriminaltechnischen Instituts noch mit der Spurensicherung und Dokumentation des Tatorts beschäftigt.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Ein Polizeisprecher erklärte, dass derzeit noch kein Bezug zur Organisierten Kriminalität erkennbar sei, dies aber nicht ausgeschlossen werden könne. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Ob die Schüsse im Zusammenhang mit ähnlichen früheren Gewalttaten stehen, lässt sich noch nicht sagen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, äußerte sich deutlich: „Das war keine schief gegangene Warnung, sondern eine gezielte Tötung.“ Wer mehrfach auf die Fahrertür eines geparkten Fahrzeugs schieße, wolle den Insassen töten. „Eine solche Tat zeugt von einer extremen Gewaltbereitschaft, grenzenlosem Hass und kompletter Skrupellosigkeit“, betonte Weh.

Von dem oder den Tatverdächtigen fehlte am frühen Nachmittag noch jede Spur.

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