Verheerender Badeunfall

21-jähriger Fußball-Profi in Frankreich gestorben

23.06.2026 – 19:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Kenzo Kies (l.): Der Flügelspieler kam in der abgelaufenen Saison nur selten zum Einsatz. (Quelle: IMAGO/Gaëlle GERMAIN/imago)

Eine Hitzewelle führt in Frankreich in den vergangenen Tagen zu vielen gefährlichen Situationen an Flüssen und Seen. Das wird nun einem jungen Fußball-Profi zum Verhängnis.

Der französische Fußball-Profi Kenzo Kies wurde am Montag nach einem Badeunfall in der Rhone bei Lyon für hirntot erklärt. Nach Angaben der örtlichen Rettungskräfte war der 21-jährige gegen 17:30 Uhr gemeinsam mit drei weiteren Personen in einen starken Strömungsbereich an den Feyssine-Fällen geraten. Während zwei der Beteiligten ohne medizinische Hilfe aus dem Wasser geborgen werden konnten, musste eine weitere Person reanimiert und anschließend in stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden.

Kenzo Kies hingegen blieb zunächst vermisst. Erst nach einer Suchaktion mit Tauchern wurde der junge Flügelspieler aus dem Wasser gezogen. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen konnte er nicht gerettet werden; im Krankenhaus wurde schließlich der Hirntod festgestellt.

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Die Behörden haben Ermittlungen zum genauen Ablauf des Unglücks eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich während einer intensiven Hitzewelle, die derzeit weite Teile Europas betrifft und in Lyon Temperaturen von fast 40 Grad Celsius mit sich brachte. Viele Menschen suchen in diesen Tagen Abkühlung in Flüssen und Seen – oft auch an nicht überwachten Badestellen.

Kies spielte für namhafte Klubs wie Lyon und St. Etienne

Kenzo Kies begann seine Fußballkarriere 2010 bei Olympique Lyon und spielte dort acht Jahre lang in den Jugend- und Reserveteams. Nach seinem Wechsel zu AS Saint-Étienne war er zuletzt für die Reserve von En Avant Guingamp aktiv. Dort stand er in der abgelaufenen Saison nur in vier Partien im Kader.

„Er hatte einen vielversprechenden Start, zog es aber vor, in seine Region zurückzukehren“, erklärte sein Trainer in der dritten Liga, Jean-Baptiste Le Bescond, der Regionalzeitung „Ouest-France“. Er sprach von einem „großen Schock“ und eine „große Herausforderung“ für die Mannschaft. „Ich denke auch, dass wir psychologische Unterstützung für den Trainingsstart am 6. Juli organisieren müssen.“

Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari warnte angesichts der aktuellen Wetterlage eindringlich vor dem Baden in nicht gesicherten Bereichen. Sie wies darauf hin, dass seit dem vergangenen Wochenende rund 20 Menschen in Frankreich ertrunken seien. Ferrari appellierte, die Sicherheitshinweise zu beachten und ausschließlich bewachte Badestellen aufzusuchen.

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