„Unbegreiflich“
18-Jähriger fährt Kind auf Parkplatz tot – Urteil
Aktualisiert am 18.05.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein 18-Jähriger gibt Gas – ein sechs Jahre jüngeres Kind hat keine Chance. Die Gewalttat auf einem Supermarktparkplatz in Niedernhall hatte Entsetzen ausgelöst. Jetzt ist das Urteil da.
Nach dem Tod eines zwölfjährigen Jungen auf einem Supermarktparkplatz in Niedernhall ist ein 18-Jähriger wegen Mordes verurteilt worden. Das Gericht verhängte in Heilbronn eine Jugendstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten. Zudem wird dem Heranwachsenden seine Fahrerlaubnis entzogen. „Das Geschehen als solches ist unbegreiflich“, sagte der Richter.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft waren der 18-Jährige und das spätere Opfer auf dem Parkplatz eines Edeka-Marktes in Streit geraten. Daraufhin soll der Teenager gedroht haben, das Auto des 18-Jährigen zu zerkratzen. Der Verurteilte sagte später im Prozess, ihm habe sein Auto viel bedeutet. Die Staatsanwältin sagte, der junge Mann sei „von Rache getrieben“ gewesen und habe beschlossen, den Zwölfjährigen „als Mittel zur Machtdemonstration massiv abzustrafen“. Dann habe er den Jungen, der auf einem Fahrrad unterwegs war, mit seinem Auto verfolgt und überfahren.
Der Angeklagte selbst argumentierte, es habe sich um einen Fahrfehler gehandelt. Nie habe er den Jungen anfahren wollen. „Ich spürte nur einen Schlag, als wäre ich gegen einen Bordstein gefahren“, hieß es in einer Einlassung seiner Verteidiger.
Mehr Informationen in Kürze
