Am 4. November in Frankfurt

Handys verboten, Künstler geheim: Dieses Konzert ist anders


Aktualisiert am 30.10.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Moses Pelham bei einem Auftritt in der Batschklapp (Archivbild). Wer am kommenden Mittwoch hier performen wird, ist noch unklar. (Quelle: Boris Roessler)

Keine Aufnahmen und Künstler, die bis zum Schluss geheim sind: Die Konzertreihe „Unreleased“ kommt am 4. November nach Frankfurt.

Bei den meisten Konzerten gehört das Smartphone inzwischen zum festen Bestandteil des Abends. Kaum betritt ein Künstler die Bühne, gehen Hunderte Bildschirme nach oben. Fans filmen ihre Lieblingssongs, machen Fotos und teilen die Aufnahmen in sozialen Netzwerken. Bei einer Konzertreihe in Frankfurt ist genau das verboten.

Am Mittwoch, 4. November, macht „Unreleased“ erneut in der Batschkapp Halt. Das Konzept ist ungewöhnlich: Das Publikum weiß vorher nicht, welche Musiker auftreten. Außerdem müssen die Gäste auf ihre Handys verzichten. Die Kameras werden beim Einlass abgeklebt. Statt durch einen Bildschirm sollen die Besucher das Konzert unmittelbar erleben.

16 Musiker, aber niemand verrät die Namen

Ursprünglich waren zehn Künstler angekündigt, inzwischen sollen es 16 Musiker werden. Wer tatsächlich dabei ist, bleibt geheim. „Es wird eine Mischung sein aus Frankfurter Legenden und Rising Stars“, verrät Celia Brugger vom Veranstalterteam dem „Jorunal“. Musikalisch soll es eine Mischung aus Straßenrap, Pop und R&B geben.

Das Prinzip ist Teil des Konzepts: Etablierte Künstler treffen auf Newcomer, die vor größerem Publikum ihre Musik präsentieren können. Dabei spielen die Musiker auch bislang unveröffentlichte Songs. Große Namen wie Nina Chuba, Bausa und Trettmann standen bereits bei früheren Ausgaben auf der Bühne. Auch das Frankfurter Rap-Duo Celo & Abdi war schon dabei.

Nina Chuba live auf dem 27. Hurricane Festival (Archivbild): Auch sie war schon Teil des geheimen Line-Ups von „Unreleased“. (Quelle: IMAGO/Rudi Keuntje/imago)

Warum sind Handys verboten?

Hinter dem Verbot steckt mehr als der Wunsch nach einer besonderen Atmosphäre. Die Veranstalter wollen die unveröffentlichte Musik schützen und den Künstlern einen geschützten Raum bieten, in dem sie neue Songs ausprobieren können, ohne dass Mitschnitte unmittelbar im Internet landen.

Federico Battaglia, Mitgründer von Unreleased, beschreibt den Unterschied zum gewöhnlichen Konzertabend so: Normalerweise verwandle sich das Publikum bei Auftritten in ein Meer aus leuchtenden Bildschirmen. Bei Unreleased sei das anders. Die Menschen kämen wegen der Musik und wüssten vorher nicht einmal, wer an diesem Abend auftritt. Gerade das mache den Reiz aus: Sie könnten sich ganz auf die Konzerte einlassen.

Ganz ohne Aufnahmen bleibt der Abend allerdings nicht. Laut Veranstalter werden professionelle Aufnahmen für die eigenen Social-Media-Kanäle gemacht. Auch mit dem Ticketkauf erklären sich Besucher damit einverstanden, bei der Veranstaltung fotografiert und gefilmt zu werden.

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Zweiter Frankfurt-Besuch nach erfolgreicher Premiere

Bereits im Februar 2026 war „Unreleased“ in der Batschkapp zu Gast. Der Auftakt war ausverkauft: Rund 1.500 Menschen kamen zur Premiere. Nun kehrt das Format für eine weitere Ausgabe zurück.

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