René Wagner hat Said El Mala am Donnerstag ausdrücklich für seinen Einsatz beim 1. FC Köln gelobt. Damit liegt der Cheftrainer der Geißböcke goldrichtig.
René Wagner ist noch nicht der Lautsprecher auf Pressekonferenzen des 1. FC Köln. Der 37-Jährige muss sich an seine neue Rolle im Licht der Öffentlichkeit noch gewöhnen. Meist antwortet der Cheftrainer kurz, selten wird er emotionaler oder gibt Einblicke in sein Innenleben. Am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin war dies in einem kurzen Augenblick anders.
Auf die Frage, wie er Said El Mala bei all dem Trubel um dessen Person erlebe, gab Wagner eine für seine Verhältnisse lange Antwort. Im Kern war es ein Loblied auf den 19-Jährigen. El Mala müsse sich „keine Sorgen machen, dass wir zu viel von ihm verlangen“. Er beweise „eindrucksvoll“, dass er „die Antwort auf dem Platz“ gebe. Das Talent sei „trotz seines Alters in Drucksituationen voll da“.
Und vor allem: „Man hat nicht das Gefühl, dass, wenn es um ihn herum lauter wird, dass er unruhiger wird. Ganz im Gegenteil: Wenn es um ihn herum lauter wird, wird er noch ruhiger, noch klarer, noch besonnener und im Training noch akribischer.“
Es gibt Spieler, die mit diesem Trubel nicht klarkommen. Und es gibt El Mala. „Er wird jedes Wochenende besser. Er liefert die Argumente auf dem Platz, und deshalb bin ich mir sicher, dass wir nächste Woche wieder hier sitzen und darüber sprechen werden, wie gut er in Berlin gespielt hat und dass er sich diesmal auch belohnt haben wird.“
