
1. FC Köln
Nach Fan-Kritik: Kwasniok greift durch und lobt FC-Talente
11.01.2026 – 07:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Lukas Kwasniok bekommt Gegenwind von den Fans. Intern greift der Trainer des 1. FC Köln hart durch, sortiert gestandene Spieler aus und setzt auf Talente.
Der 1. FC Köln hat beim 1. FC Heidenheim (2:2) den ersten Sieg des Jahres verpasst und die Chance liegen gelassen, sich mit dem ersten Dreier seit über zwei Monaten deutlicher von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die Ultras der Geißböcke wandten sich nach der Partie mit einem Banner gegen Cheftrainer Lukas Kwasniok.
„Kwasni Yok“ war dort zu lesen – eine Anspielung aus Kwasnioks Namen mit dem türkischen Wort „Yok“ (auf Deutsch „gibt nicht“, „kein“, „nein“). Die Ultras der „Wilden Horde“ hatten das Banner unterschrieben. Der FC kündigte hinterher an, sich mit den Anhängern in Verbindung setzen zu wollen, um die Wogen zu glätten.
Kwasniok versuchte hinterher, die Kritik an seiner Person sportlich abzumoderieren. „Ich kann nur mit Leistung und Punkten vorangehen“, sagte der 44-Jährige. „Für mich ist eines wichtig: die Leistung auf dem Platz. Ich habe heute eine Einheit aus Trainerteam und Mannschaft gesehen. Das ist das, was ich beeinflussen kann.“
Das 2:2 in Heidenheim war in der Tabelle zwar kein großer Fortschritt. Die Leistung jedoch ließ insbesondere in der zweiten Halbzeit hoffen. Zudem warf Kwasniok mit Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey einen 20-Jährigen und mit Fynn Schenten ein 18-jähriges Eigengewächs in das kalte Bundesliga-Wasser. Kurz vor Schluss debütierte mit dem 19-Jährigen Youssoupha Niang zudem ein weiteres Eigengewächs.
Schenten und Niang kamen zum Einsatz, während Luca Waldschmidt und Florian Kainz aus dem Kader gestrichen wurden. Zwei gestandene Spieler, die dem harten Kurs Kwasnioks zum Opfer gefallen waren. „Das sind harte Entscheidungen. Ich bin hier aber nicht nur angetreten, um Punkte einzuheimsen, sondern um den FC zu entwickeln. Das geht nur mit harten Entscheidungen und indem wir junge Spieler fördern. Die Jungen rütteln an den Älteren, die hier in der Vergangenheit gute Leistungen gebracht haben.“