René Wagner führt den 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt zu einem wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Das macht Hoffnung für die Endspiele.

Das ist nicht viel. Entscheidend war nach dem Debüt des neuen Cheftrainers René Wagner vor allem, dass die Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison nach einem Zwei-Tore-Rückstand wieder zurückgekommen war und etwas Zählbares erkämpft hatte. Dieser Mutmacher war es, der für Spieler und Verantwortliche den Ausschlag gab.

Wagner wollte den Fußball nicht neu erfinden, ließ zwar etwas defensiver agieren als sein Vorgänger Lukas Kwasniok und setzte noch mehr auf überfallartige Konter. Darüber hinaus jedoch lag der große Unterschied zu seinem Vorgänger im Umgang mit den Spielern, in der Kommunikation vom Spielfeldrand, in dem Versuch, eher auf Ruhe und Ordnung denn auf Emotionen und Unberechenbarkeit zu setzen.

Die Spieler fühlten sich in diesem System im Laufe der Partie immer wohler, und weil sie sich am Ende mit den beiden Toren zum Ausgleich belohnten, fuhr der FC-Tross mit einem guten Gefühl zurück in die Domstadt. Ein Gefühl, das von höchster Bedeutung ist. Denn die nächsten beiden Spiele sind genau die Endspiele, auf die man beim FC schon seit Wochen schaut.

Erst das Heimspiel gegen Bremen, dann das Auswärtsspiel auf St. Pauli – mehr Abstiegskampf geht nicht. Der FC muss eines der beiden Spiele zwingend gewinnen, um sich unten Luft zu verschaffen. Mit zwei Siegen wäre gar der Klassenerhalt zum Greifen nahe. Vor diesen Aufgaben brauchte es Hoffnung, und genau die hat das Spiel in Frankfurt geliefert.

Wagner und die FC-Profis – die Verbindung könnte zumindest kurzfristig funktionieren. Und um nichts anderes geht es in der Schlussphase der Saison. Jetzt zählen nur noch die nackten Ergebnisse. Und da war der Punkt in Frankfurt aus Kölner Sicht die richtige Grundlage, um nun die überlebenswichtigen Siege einzufahren, ohne die der Klassenerhalt kaum möglich sein wird.

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